
Online-Games und Jugendschutz: Welche Spielregeln?
KJM-Panel im Rahmen des Fachkongresses Munich Gaming 2008
- Datum: 07.04.2008
- Ort: mathäser Filmpalast, München
Mit Online-Games ergeben sich für die Spielebranche vielversprechende Perspektiven: Neben Mobile-Games werden sie als größter Wachstumsmarkt gehandelt. Die Prognose von ProSiebenSat.1-Vermarkter SevenOne Media ging für den Markt der Online-Spiele 2007 von einer Umsatzsteigerung um 56 Prozent auf fast 400 Mio. Euro aus. Ein Ende des Wachstums ist nicht absehbar, da in Zukunft immer mehr Haushalte über Breitband-Internetanschlüsse verfügen werden. Qualitativ neue Impulse für den Markt bringen der Trend zu Multiplayer-Online-Games und die damit verbundene Entwicklung von Netzwerken.
Unklarheit besteht jedoch bei der Beurteilung von Online-Games und Spieler-Communities im Internet - besonders aus der Perspektive des Jugendschutzes. Von Kindern und Jugendlichen häufig besuchte Internetseiten, auf denen Informationen und Tools getauscht und über Spiele diskutiert werden, dokumentieren das Kommunikationsbedürfnis und kreative Potenzial der Spieler. Problematisch sind dabei zum einen die Spiele selbst. Aber es geht auch um die Kontrolle darüber, welche Inhalte über das Internet in die virtuelle Welt eingebracht werden: Sex-Werbung, öffentliche Foren, Gewaltdarstellungen durch Mods sind nur einige Beispiele jugendschutzrelevanter Inhalte. An welchen Stellen sind Interventionen seitens des Jugendschutzes notwendig und sinnvoll? Welche Selbstregulierungen der Games-Anbieter und der Spielercommunity können greifen? Wie kann man die positiven Aspekte des vernetzten Spielens unterstützen?
Programm
14:30 Uhr Referat
Online-Spieler in Deutschland: Genres, Gruppen und Soziales
Prof. Dr. Thorsten Quandt, Juniorprofessor für Kommunikationswissenschaft, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Freie Universität Berlin
14:45 Uhr Podium
Prof. Dr. Johannes Kreile, Rechtsanwalt, München
Martin Lorber, Head of PR Electronic Arts Deutschland, Köln
Dipl.-Psych. Florian Rehbein, Mitarbeiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), Hannover
Martina Maschauer, Rundfunkreferentin, Bayerische Staatskanzlei, München
Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), München
Moderation
Dr. Christian Stöcker, Redakteur Spiegel Online, Hamburg

